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Strategie. von Adam Thirlwell; Clara Drechsler; Harald HellmannTaschenbuch von Fischer (Tb.), FrankfurtPreis bei Amazon: EUR 8,90, Angebote ab EUR 0,01 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3596166624, Erscheinungsdatum: August 2005, Auflage: 1. Auflage 2005 |
5 Kundenrezensionen:wunderbarer Roman 5 von 5 PunktenDies ist eins der abgefahrensten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Das Buch gefiel mir so gut, daß ich gleich drei weitere Exemplare gekauft und im Freundeskreis verschenkt habe. Die Reaktionen auf mein Geschenk waren gespalten: zwei beschenkte Freunde fanden das Buch langweilig, merkwürdig geschrieben, sprachlich seltsam (sie haben es nicht zu Ende gelesen) und die beschenkte Freundin war von dem Buch genauso begeistert wie ich. Wir waren beide traurig, als wir das Buch beendet hatten und wären am liebsten gleich wieder von vorne angefangen um uns nicht vom Buch und auch nicht von den Protagonisten trennen zu müssen. Die Meinungen zu diesem Buch gehen, wie auch die Rezensionen zeigen, also sehr auseinander. Mir sind die Protagonisten dieses Buchs beim Lesen sehr ans Herz gewachsen, obwohl, oder vielleicht gerade weil, man sich die ganze Zeit fragt: Warum tun die Armen sich das eigentlich an? Was tun sie sich an? Diverse Sexspielchen, die sie nur deshalb durchführen, weil sie denken, das mache man eben heutzutage so und es müsse zum Repertoire eines jeden Sexerfahrenen dazu gehören. Sehr amüsant. einfach anders 3 von 5 PunktenZugegeben, die allzu detaillierte, aber dennoch nüchterne Beschreibung des Sexuellen hat mich anfangs ziemlich irritiert. Der Autor schreibt sehr sachlich, aber trotzdem nicht ohne Gefühl über Sex und er schafft es, dass das Buch trotz der Vorgänge in der Geschichte nicht ins Perverse kippt, weswegen ich ihm hohen Respekt zolle. Es stimmt, dass die Dialoge furchtbar sind, aber das macht sie realistisch, denn wer drückt sich schon poetisch aus in den alltäglichen, peinlichen oder aufregenden Momenten? Die Geschichte von einer Dreiecks-Beziehung ist unendlich alt und wohl schon abertausendmal in allen Varianten erzählt worden- Adam Thirwell hat dabei eine ganz neue, witzige und moderne Variante gefunden. Auch die leise Kritik an der heutigen "sexbeladenen" Gesellschaft, in der man alles ausprobieren muss und einem nichts peinlich oder zu intim sein darf, fand ich sehr gut. Mir fehlte jedoch ein bisschen der Tiefgang und das Verhalten der Charaktere konnte ich nicht immer nachvollziehen, die ironischen, etwas besserwisserischen Einschübe des Autors fand ich auch eher störend, daher nur 3 Sterne. Von der Schwierigkeit glücklich zu sein 4 von 5 PunktenDas moderne London, die Kunststudentin Nana verliebt sich in den Schauspieler Moshe. Das scheint eine einfache und gleichzeitig komplizierte Situation, der junge englische Schriftsteller entwickelt daraus einen spannenden Spaziergang durch die menschliche Psyche, der nicht selten auf Situationen von Verfolgungen um sozialistischen Regime der Vergangenheit ausgeweitet wird, die ?kleinen? Erfahrungen der Protagonisten im Liebesreigen lassen sich bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen ?vergrößern?. Es lässt sich leicht erahnen, der Roman wird durch seinen Erzähler geprägt, der sich in einem steten Dialog mit seinen Lesern befindet, er ist es, der das Verhalten seiner Figuren interpretiert und in neue Zusammenhänge setzt. Wahrscheinlich liegt gerade darin der Reiz dieses Romans, der als Erstling des Autors für Aufsehen gesorgt hat. Die Helden sind sehr sympathisch, gehen rücksichtsvoll miteinander um, sehen sich aber mit Problemen konfrontiert, welche sie belasten, die aber keineswegs existenzbedrohend sind, worauf der Erzähler verweist, indem er anekdotenhaft bedrohliche Situationen beschreibt, in denen Menschen unter ungünstigeren Lebensumständen sich bewähren mussten. Moshe und Nana bauen eine Beziehung auf, die dadurch bedroht scheint, das Nana fürchtet, Moshe sexuell nicht zufrieden stellen zu können, da es ihr an Erfahrung und Leidenschaft fehle. Als Nana in einer schwachen Stunde eine kurze Bettaffäre mit ihrer hübschen Freundin Anjali hat, kommt ihr die Idee menage a trois, durch welche sie Buße tun konnte ihrer Untreue wegen und gleichzeitig Moshe vor sexueller Frustration bewahrt, die dieser übrigens, wie der Leser längst weiß, gar nicht empfindet. Ein Mann und zwei Frauen, die ihrerseits auch lesbischen Spielereien nicht abgeneigt sind, der Autor nimmt sich viel Zeit, hinter die Kulissen dieser durchaus nicht alltäglichen Konstellation zu blicken. Die drei Beteiligten geben sich redlich Mühe, doch letztlich sind sie alle unzufrieden und unglücklich, bis Nana eine Entscheidung trifft... Eine zweifellos lesenswerter Roman über die Klippen des Beziehungsdschungels. Möchtegerngeschwafel 1 von 5 PunktenAnfangs denkt man noch: Netter Wortwitz! Aber das ändert sich schnell und je länger ich in diesem Buch laß, umso weniger interessierte mich die Geschichte und umso mehr habe ich mich über die Zeitverschwendung durch diese Lektüre geärgert. Der junge Autor (27) will uns hier allzu bemüht die Welt erklären. Man nehme ein wenig Intellekt und zwei gelangweilte, unsympatische Hauptdarsteller, mische eine Menge frivolen Sex dazu und schon hat man ein erfolgreiches Buch geschrieben!? Weit gefehlt in meinen Augen! Das mag bei Meistern wie Murakami und Houellebecq prima funktionieren. Aber die haben eben auch Geschichten zu erzählen! Aber in "Strategie" hat man ständig den Eindruck, Adam Thirlwell will uns voller Stolz nicht nur zeigen wie gebildet, sondern auch was für ein toller Hecht er in Sachen Sex ist. Dabei nervt er permanent mit leienpsychologischen Kommentaren, warum jetzt wer seiner Darsteller gerade wie reagiert. Als könne er das nicht dem mündigen Leser selbst überlassen. Pure Angeberei und nix dahinter. Selbst die vielen Sexszenen sind weder überraschend, neu, noch originell. Gääääähn. Warum dieses Buch so hochgejubelt wird fragt man sich. Manchmal reichts eben einfach, wenn man die richtigen Leute kennt! Absoluter Schrott! 1 von 5 PunktenIch habe das Buch vor der Hälfte aufgehört zu lesen. Vielleicht bin ich mit meinen 40 Jahren zu alt dazu und es interessiert eher Leser um die 15 Jahre. So einen Bockmist habe ich schon lange nicht mehr in den Händen gehabt. Der Autor lebt darin vielleicht seine Fantasie aus und selbst die ist erbärmlich. Ein Stern ist noch zu viel! |
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Tagebücher 1988 - 1994 von Kurt CobainGebundene Ausgabe von Kiepenheuer & WitschPreis bei Amazon: EUR 14,90, Angebote ab EUR 1,59 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3462031848, Erscheinungsdatum: November 2002 |
Aus der Amazon.de-RedaktionDie Tagebücher von Kurt Cobain erscheinen fast zeitgleich mit der neuen Biografie von Charles R. Cross. Im Original Journals betitelt, handelt es sich um Auszüge aus 23 handgeschriebenen Notizbüchern mit Briefen, die er meist nicht abschickte (auch nicht die an Courtney Love), Songtext-Entwürfe, Gedankensplitter, Skizzen, Zeichnungen und Comics, aber auch so Banales wie eine Stichwortliste mit Verkehrszeichen und -regeln für lange Fahrten zum Konzert. Dabei entsteht auch eine kleine Chronik der Grunge-Szene. Die deutsche Ausgabe ist gekürzt, um Faksimile und Übersetzung gegenüber zu stellen. Und die ist den Herausgebern und Übersetzern Clara Drexler und Harald Hellmann ebenso gelungen wie die ergänzenden Randbemerkungen zum Verständnis der Notizen. Viel erhellend Neues kommt nicht zu Tage, die Spannung entsteht eher durch den Gucklocheffekt des Lesers, und das Puzzle, das sich bei jedem zu einem anderen Gesamtbild fügt. Dass auch Nirvana bis zum Durchbruch 1991 mit Nevermind wie alle Anfänger um Auftritte und Demos betteln musste, ist ebenso bekannt wie Kurt Cobains problematische Beziehung zu seinen geschiedenen Eltern. Auch, dass er keine hohe Meinung von sich hatte und sich andererseits völlig überschätzte wie viele unsichere Künstler mit wenig Selbstwertgefühl. Früh bastelte er an seinem Image, oft mit bissiger Selbstironie, etwa bei einer selbst verfassten Konzertkritik über Nirvana. Mit seiner künstlerischen Intelligenz schien er ebensowenig klar zu kommen wie später mit dem großen Erfolg. Er sorgte sich um sein Töchterchen, und wie er die jahrelangen, undefinierbaren Magenschmerzen, die manisch-depressiven Phasen und Selbstmordgedanken los werden konnte. Dass die Witwe Courtney Love aus persönlichen Interessen die Textpassagen selektiert hat, ist eine gängige Vorgehensweise bei Künstlernachlässen. Womöglich erledigt sich dieses Problem in Zukunft von selbst, weil die heutige Musikergeneration dank SMS, E-Mail und Palmbook neben virtuellen Spuren allenfalls noch verblichene Faxe, aber keine dicke, edle Kladde hinterlässt. --Ingeborg Schober 5 Kundenrezensionen:Naja 2 von 5 PunktenZum Inhalt braucht man nicht viel sagen, der Titel sagt schon alles. Bin sehr enttäuscht von dem Buch, da ich mir echt erhoffte mal mehr über Kurt beweggründe herauszufinden, weshalb alles so kam, wie es kam. Aber in dem Buch sind hauptsächlich Briefe von Kurt an Bekannte drin...so wirklich was von seinem Geist oder Seele konnte ich bei dem zusammengetragenen Material nicht finden. Unter anderem enthält das Buch Berichte die er über Nirvana schrieb, die sind aber auch nicht besonders Tiefgründig. Nur wenige Einträge / Material fand ich interessant. Schlüsselstellen fehlen jedoch komplett. Kurt behauptet zwar immer nur kurzfristig Heroin gespritzt zu haben, aber ein großteil von dem was er schrieb war echt krank und sinnlos, dass man annimmt das er immer Drogen genommen hat. Es ist alles echt sehr oberflächlich gehalten und frage mich auch stellenweise ob das alles echt ein Tagebuch darstellen soll....meins hat jedenfalls andere Themen zur Auswahl, als Briefe und sonstigen Kram den man sich als Merkliste aufschreibt. Hey! Ich mein der Mann war mit seiner Band einer der Größten...da hat man doch sicher mehr zu sagen...der muß doch etwas empfunden / gedacht haben als die auf Platz eins waren...oder wie ist er Courtney über den Weg gelaufen....oder wie war der Drogenentzug???? Nee...in dem Buch Fehlen mir echt Sachen...die mich echt mal interessiert hätten... nur für fans! 5 von 5 Punktensonst uninteressant! für fans ist viel von kurts persönl.aufzeichnungen drinnen und man kann den künstler mal ganz anders erleben... finger weg!!!!!! 1 von 5 Punktenich finde das eine absolute sauerei dass courtney, die ihn sowiso nur wegen des geldes geheiratet hat, diese tagebücher veröffentlicht hat. nicht einmal sie gehen kurts private notizen etwas an. WILL EINER VON EUCH DASS TAUSENDE MENSCHEN EURE TAGEBÜCHERLESEN??? was in diesen büchern steht geht NIEMANDEN etwas an ausser kurt cobain. außerdem muss man ihm auch etwas respekt entgegenbringen, besonders nach seinem tod. ICH bin Nirvana-Fan und gerade desshalb würde ich NIEMALS kurts tagebücher lesen. ach ja und noch was: leute die das gelesen haben regen sich auf dass sie die zusammenhänge nicht verstehen. und warum wohl???? tja ich denke mal weil kurt dass nicht für die öffentlichkeit geschrieben hat sondern nur für sich und auch nur er kann sie verstehen. also unterstützt diese geldgeile courtney nicht. BLOß NICHT!! wenn ihr Nirvana-Fan seid. man sollte es sich nicht kaufen,aber nicht weil es schlecht is ,sondern... 5 von 5 Punktenja ich habe das buch gelesen . ja,ich schäme mich.... beim lesen hatte ich ein schlechtes gewissen ,obwohl es ja so geschrieben is ,als hätte der herr es jemandem erzählen wollen. ich konnte garnicht wiederstehen es zukaufen ,aber jetzt wo ich es habe denke ich immer:na toll jetzt kriegt die courtney dafür geld,dass sie die PRIVATEN sachen von ihrem toten mann verkauft und darauf scheißt ,ob er es gewollt hätte oder nicht.und jetze ma ehrlich...welcher fan von kurt möchte jetzt bitte sagen:kurt würde das nicht stören,den würde es freuen? ich finde es schrecklich,dass das thema cobain so ausgeschlachtet wird. aber gut:ich muss gestehn ,ich würde es immernoch kaufen,auch wenn ich mir denken würde:wie kannst du nur.... es tut mir leid kurt.....du bist einfach zu toll um zu wiederstehn.... Seit 6 Jahren im Schrank - unangerührt 5 von 5 PunktenUnglaublich aber wahr. Ich hatte mir die Tagebücher von Kurt Cobain seinerzeit vorbestellt - sogar zwei Exemplare. Dann habe ich sie bekommen, ausgepackt und ins Bücherregal gestellt. Ich habe es als nicht rechtens empfunden, in den Tagebüchern nach dem Tod eines Menschen ohne dessen Erlaubnis zu "schnüffeln". Das tut man doch nicht, oder? Irgendwie crazy, ist aber so. Für so viel entfachte Ehrfurch gibt es heute von mir mystische 5 Sterne. |
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Porno. Roman von Irvine Welsh, Clara Drechsler, Harald HellmannTaschenbuch von Kiepenheuer & WitschPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,00 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3462034200, Erscheinungsdatum: 2004, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionZehn Jahre ist es her, da erfreute uns der damals 32-jährige britische Underground-Autor Irvine Welsh in seinem von Regisseur Danny Boyle überaus erfolgreich verfilmten Romandebüt Trainspotting mit der trostlosen Existenz einiger Jugendlicher aus Edinburgh rund um den Junkie Mark Renton und seine Freunde Begbie, Sick Boy und Spud. Deren Leben war neben Sex und Drogen und Musik nur noch von Arbeitslosigkeit und bizarren Hobbys wie Hundeschlachten, Junkiejagen und Klofischen geprägt -- und die doch eigentlich nur ein kleines Stück abhaben wollten vom fetten Lebenskuchen. Kein Wunder, denn in Porno hat Welsh seine kultige Looser-Mannschaft aus Trainspotting wieder versammelt. Sick Boy ist nach Edinburgh zurückgekehrt, weiterhin koksend, obwohl Koks die Gruppe inzwischen mehr als anödet: Immer noch suchen die Figuren häufig die Toilette auf, "aber ausschließlich um einzuführen, nicht um auszuscheiden". Neben Drogen dreht sich das Leben der Trainspotter um die Frauen, die sie nicht bekommen können: "Ich verfluche meine mangelnde Frauenkenntnis", heißt es dem entsprechend im Roman: "Ich hab zwar so einige kennen gelernt, aber mir war immer mein Schwanz im Weg, der zwischen mir, ihnen und irgendetwas Tiefschürfenderem stand." Was also liegt da näher, als "die fleischige Zuckerstange in meiner Hose" zum Dirigenten der eigenen Zukunft zu machen und einzusteigen in die Geld (und Glück?) verheißende Pornoindustrie? Dass es dabei bei Irving auch um Doppelmoral und Scheinheiligkeit geht, versteht sich wohl von selbst. "Trainspotting -- zehn Jahre danach" verkündet der Verlag der deutschen Ausgabe werbewirksam auf dem Porno-Cover. Und tatsächlich ist der Roman eine gelungene Fortsetzung des ebenfalls gelungenen Erstlings. Aber er eignet sich auch als Einstiegsdroge in Irvings, bizarre, bisweilen schmutzige, immer aber auch sozial wahre Welt. -- Stefan Kellerer 5 Kundenrezensionen:Kein Buch für Feministinnen 5 von 5 PunktenWelsh bleibt einfach in diesem Genre unerreicht. Schonungslos über Sex, Drogen und Freundschaften zu schreiben ist nicht jedem Autor möglich. Welsh beherrscht diese Kunst wie kein zweiter. Toll ist, wie die Figuren, die der Leser in Trainspotting und Klebstoff(wahrscheinlich das beste Welshbuch) kennengelernt hat in diesem Buch zusammenkommen. Der Leser, ist wie in den anderen Büchern im Kopf der Protagonisten. Dieses Mal schlümpft Welsh auch in die Rolle einer Frau, die sexuelle Dienstleistungen anbietet. Herrlich. Schön sind aber auch die Situationen, die jeweils aus der Sicht von Renton und Sickboy beschrieben werden. So erhält der Leser schöne Perspektiven und Einblicke in soziale Systme. Und ja: Der Schluss von dem Buch, ist ein Knaller. Es ist ein verdammt spannendes Buch. Der Titel "Porno" ist Programm. Kein Buch für Feministinnen. Hauptsache Fäkalsprache, sonst leider nicht sonderlich viel zu bieten 1 von 5 PunktenIch muss zugeben, schon vom Vorwerk "Trainspotting" nur mäßig überzeugt gewesen zu sein, aber "Porno" ist leider die konsequente Fortsetzung mit einem Mix aus Sex und Drogen. Auch das Lesen dieses Buches gestaltet sich eher anstrengend als entspannt, da der Autor sich nicht mal die Mühe gemacht hat, das Gesprochenen kenntlich zu machen. Bis auf den provokanten Titel hat das Buch leider nicht sonderlich viel Fesselndes zu bieten. Für Welsh-Fans sicher ganz nett, aber sonst wirklich nicht zu empfehlen. Mit leichten Anlaufschwierigkeiten 4 von 5 PunktenBei Porno ist es mir das erste mal passiert, das ich ein Welsh ein zweites mal beginnen musste zu lesen, weil ich nach vieleicht 60 Seiten 3 Monate nicht weitergelesen hab. Ich empfand den Anfang als ziemlich zäh. Wenn dann aber Sickboy wieder in Leith ist und nach und nach die alten neuen Helden aus Trainspotting auftauchen (als sich Spud und Begbie das erste mal begegnen hab ich Tränen gelacht), wirds von Seite zu Seite besser und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Durch diese 5 verschiedenen Erzählstimmen schafft Welsh es wunderbar die verschiedenen Charaktere genau zu zeichnen, da man von jedem weiss was er/sie wirklich über den Anderen denkt. Dazu das furiose Finale ergibt einen - aufgrund des mässigen Anfangs - fast perfekten Welsh. Und das soll ein Buch sein? 1 von 5 PunktenIch kann die ganzen guten, ja zum Teil hervorragenden, Rezensionen überhaupt nicht nachvollziehen. Unter anderem wegen der guten Rezensionen hier auf amazon und wegen des Films 'Trainspotting' hatte ich mir das Buch gegönnt; schlechte Investition. Obwohl ich das Buch jetzt bereits seit Wochen mit mir rum schleppe und derzeit an sich auch nix anderes zum Lesen habe, komme ich nicht weiter. Auf Seite 150 habe ich dann kapituliert; wo es bei dem Buch laut Kommentar auf der Rückseite 'teuflisch was zu lachen gibt' ist mir ein Rätsel. Schlechter als Trainspotting 3 von 5 PunktenHabe so eben das 576-seitige Buch von Irvine Welsh durchgelesen.Kein schlechtes Buch,kommt aber nicht an Trainspotting ran.Damit war allerdings nicht zu rechnen; davon bin ich auch ausgegangen.Dafür finde ich die Charaktere einfach nicht so überzeugend wie bei Trainspotting und auch der Handlung fehlt das Gewisse etwas (ausser beim ziemlich coolen Finale,wie ich finde).Sonst geht es zum größten Teil um die Protagonisten,die es wie gesagt auch bei Trainspotting gab,und um deren Versuch,gutes Geld zu scheffeln.So versucht Sick Boy z.B. sich im Porno-Business eine goldene Nase zu verdienen.Hierbei wird er von einer anderen Hauptperson namens Nikki unterstützt.Aber zu sehr möchte ich auch nicht auf die Geschichte eingehen,einfach weil es bestimmt noch Leute gibt,die wissen wollen,wie es zehn Jahre nach Trainspotting weiter geht. Was mir bei "Porno" nicht gefällt ,ist die übertriebene und realitätsferne Benutzung von Schimpfwörtern.Mir war schon klar,dass ich bei Büchern von Irvine Welsh keine literarische Meisterwerke vorfinde,allerdings fällt mir das Wort "F.otze" z.B. einfach zu oft.Ebenfalls habe ich bei dem Roman das Gefühl,dass jedes mal,wenn ein wenig Stimmung aufkommt (oft bei den Kapitel in denen es um Francis Begbie geht;dieser ist übrigens noch geisteskranker als bei Trainspotting)direkt Schluss im dazugehörigen Kapitel ist . Und nach jedem Kapitel wird die Story aus einem anderen Standpunkt aus (bzw. von einer anderen Hauptperson) beschrieben,sodass bei mir zumindest,kein richtiger Lesefluß aufkam. Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch allen empfehlen,die Trainspotting mochten.Die Story ist in Ordnung und einige Lacher gibt es auch in diesem Buch |
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Dieses Buch wird Ihr Leben retten von A. M. HomesGebundene Ausgabe von Kiepenheuer & WitschPreis bei Amazon: EUR 22,95, Angebote ab EUR 0,01 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3462037676, Erscheinungsdatum: Februar 2007, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Dieses Buch wird 1 von 5 PunktenSie um 9 ? berauben, die Ihnen Leid tun werden !!! Denn dieses Buch hat absolut keinerlei sittlichen Nährwert, bietet keinerlei Anregung oder gar Hilfe um irgendjemanden aus den europäischen Kulturkreis irgendeinen Nutzen zu bieten !!! Für US-Amerikaner mag das anders sein, dann die Hauptperson in dem Buch ist ein (typischer ?) US-Amerikaner und die Zeit und Ort der Handlung sind das aktuelle Los Angeles. Somit könnte es sein, dass sich in dem Buch andere Landsleute vielleicht wiederfinden oder wiedererkennen, und dass damit diesen Menschen das Buch irgendwas bringt. Als deutscher Bundesbürger mittleren Alters kann man jedoch über die Gewohnheiten, das Leben und Verhalten welches in dem Buch geschildert wird nur den Kopf schütteln Ein menschlich völlig vereinsamter Amerikaner, der seit Monaten keinen Kontakt zu anderen Menschen hat, und der die ganztägige Anwesenheit seiner Haushälterin durch schallschluckende Kopfhörer vollständig ausblendet, erleidet eine unerklärliche Schmerzattacke. Natürlich wohnt dieser Sozialkrüppel in einem teuren Designerhaus in den Hügeln über Los Angeles, das bis ins Detail von diversen Beratern, Designern und personal wasauchimmer durchgestylt wurde, damit auch nicht der Hauch einer persönlichen Note in dem Haus vorhanden ist. Jedwede Nahrung stellt eine persönliche Beraterin nach 100% Gesundheitsaspekten zusammen, damit der Esser seinem Körper nicht etwa böses Fett, schlimmen Zucker oder gar tödliche Kohlehydrate zumutet. Dazu wird von der Fitnesstrainerin die körperliche Leistungsfähigkeit mit der Akribie einer Maschinenwartung überwacht. Und das Geld, um all das zu bezahlen, wird am Computer von der Hauptperson verdient. Aktien- und Wertpapierhandel, also virtuell verdientes Geld, für dessen Erwerb kein Kontakt zu anderen Menschen erforderlich ist. Die Partnerin wurde zur Ex-Frau, weil man vor lauter Arbeit keine Zeit mehr füreinander hatte, und weil der eine lieber an der einen Küste, und der andere lieber an der anderen Küste arbeitet. Der Sohn wächst heran, und als Vater wundert sich die Hauptperson plötzlich, dass der Sohn erwachsen geworden ist. Die Dialoge in dem Buch wirken künstlich, oft abgehackt und fremdartig. Jeder grundsätzlich gleiche Kontakt den ich hier in diesem Land habe klingt völlig anders, und fühlt sich völlig anders an: Hier fragt mich keine Arzthelferin bei meinem Anruf in der Arztpraxis zuerst, ob ich boniert worden bin ! Hier organisieren keine nebenan wohnenden Schauspieler in 15 Minuten einen Helikopter, um ein Pferd aus einer Grube zu holen. Hier meldet sich beim Notruf ein Mensch, und keine Maschine. Hier bekomme ich keine medizinischen Zusatzleistungen aufgedrängt, weil ich die richtige Adresse habe Plötzlich und überraschend fällt die Hauptperson nun durch völlig unpassend auftretende Schmerzen aus seiner Kunstwelt, und bekommt zwangsweise Kontakte zu seiner Umwelt und zu anderen für deutsche Verhältnisse völlig verschrobenen - Bewohnern von Los Angeles. Und in der Folge stellt die Hauptperson dann fest, das sein durchgestyltes und perfekt sortiertes Leben irgendwie doch kein Leben ist, und begibt sich dann auf die Suche um leben zu lernen Wenn man aus diesem Buch irgendwelche Erkenntnisse ziehen kann, dann: das die US-amerikanische Mentalität sich von der deutschen ganz erheblich unterscheidet ! das was nicht wirklich neu ist ein paar Millionen auf dem Konto, eine Designervilla und ein perfekt fremd-gestyltes Leben weder erfüllend ist noch glücklich macht. Eigentlich ist es überhaupt kein Leben das sich das US-amerikanische Wertesystem materiell wie emotional - sich ganz erheblich vom deutschen unterscheidet, und das die Amis alle neurotisch überdreht sind ! Ich empfehle dieses Buch eindeutig,.zur Abschreckung vor dem american way of life !!! Ihr Leben wird dieses Buch nicht retten, aber vielleicht Ihre (Wunsch-?)Vorstellung von der amerikanischen Lebensweise kurieren Was eine Frau denkt wie ein Mann fühlt. 2 von 5 PunktenA.M. Homes, Dieses Buch wird Ihr Leben retten, Roman, HEYNE 40556 Auf 445 Seiten eine leicht zu lesende und amüsante Geschichte. Mit viel Ironie und Witz beschreibt A.M. Homes die Marotten einiger amerikanischen Mittel- und Oberschichtfiguren in und um Los Angeles. Es kommt wirklich alles, gekonnt und intelligent verbunden, zur Sprache: Die Suche nach der absolut gesunden Ernährung, das Fitsein und Fitbleiben, der Psychologe, der Arzt, die Masseurin, der Guru, die Einrichtungsberaterin und natürlich auch der Handwerker. Die Hauptperson ist Richard. Seine Geschichte, Gefühle, Ansichten und Lebenserinnerungen stehen im Mittelpunkt des "...liebenswerten Buches, Christine Westermann, WDR". Ja, aber Im Lauf der Erzählung stellt sich hin und wieder ein gewisses Unbehagen ein, wenn A.M. Homes die Gefühle und Befindlichkeiten von Richard beschreibt. "Er beobachtet Anhil (ein sympathischer Donutbäcker = meine Anmerkung) in der Küche. Er tut alles mit Anmut, wie er den großen Mixer bedient, die Donuts mit Zuckerguss überzieht" Beispielhaft das Gespräch mit dem Hausarzt über "Ejakulation". Interessant wenn ein Mann so fühlt und spricht, doch irgendwie fremd. Besonders merkwürdig: Formulierungen z.B. bei der "internen" Massage: "Er spürt wie er hart wird". Auch seine erste "Ejakulation" nach 18 Jahren: "Er denkt an seine Exfrau, und plötzlich läuft es - es kommt so schnell, dass er sich selbst überrascht." Je weiter Mann liest, steigt das Unbehagen, wird die Glaubwürdigkeit geschmälert und daher die geplante "Lebensrettung" unwahrscheinlicher, die Geschichte klischeehafter. Also: Also wer sich für das moderne "American Way of Life" um LA interessiert und Spaß an originellen, eine bißchen klischeehaften Figuren hat: OK. Für jemanden, der lesen will was eine Frau glaubt, dass ein Mann fühlt und denkt: Lesenwert. Zur Lebensrettung: Unglaubwürdig und ungeeignet. 10.04.09 Ja aber - also - PS PS Sollte die Autorin doch ein Mann sein, kann Mann eine Menge über Männer lernen. Lebensretter der anderen Art 4 von 5 PunktenRichard Novak ist ein sehr reicher Börsenspekulant, der sich seinen Reichtum mit dem Spiel an der Börse verdient hat. Auf dem Weg zu einem reichen Mann hat er jedoch nicht nur seine Frau und seinen Sohn verlassen, sondern auch sich selbst verloren. Eines Abends, als er schreckliche Schmerzen im ganzen Körper verspürt und er nicht weiß, wen er im Falle eines bevorstehenden Todes anrufen sollte, beschließt er, sein Leben zu ändern. Geläutert durch seine alles einnehmenden physischen Schmerzen, die einzig und allein seinen inneren Seelenzustand ausdrücken, beginnt Richard, sein Leben wieder bewusster wahrzunehmen, begibt sich auf horizonterweiternde Trips, lernt aberwitzige Leute kennen und schafft es schließlich sogar, seinem Sohn und seiner Exfrau wieder näher zu kommen. A.M. Homes hat ein wunderbares, herzerwärmendes Buch geschrieben. Es wirkt zwar zeitweise recht skurril und manchmal an den Haaren herbeigezogen, denn der Hauptsarsteller Richard erlebt ein wahnwitziges Abenteuer nach dem anderen- Doch vor allem dadurch wird dieses Buch niemals langweilig und wird so zum kleinen "Alltagsretter". "Dieses Buch wird ihr Leben retten" ist mit einem Augenzwinkern zu lesen. Es gibt einem keine guten Ratschläge, macht aber sensibel für die kleinen Geschenke und Gesten des Alltags. Ein wenig verwirrend empfand ich allerdings den teilweise abrupten Gedanken- und Wortwechsel der Protaonisten. In einem Film mag es gut rüberkommen, wenn die Personen plötzlich und ohne jede Vorwarnung das Thema wechseln; in einem Buch als Dauerstilmittel verwendet, empfand ich es lediglich als leicht verwirrend. -Auch das gehört aber irgendwie zu diesem Buch. Es ist leicht verwirrt, so wir Richard Novak in seiner gegenwärtigen Situation selbst und man sollte sich davon treiben lassen, um es vollends genießen zu können. In diesem Sinne: 4 1/2 Sterne! Überbewertet... 1 von 5 PunktenNoch nie habe ich eine Rezension eingegeben. Ich mache mir diesmal die Mühe, weil die Diskrepanz zwischen meiner Erwartung an das Buch und dem Inhalt selten so weit auseinander standen. Zugegebenermaßen war das Buch ein reiner Lustkauf. Kein Lesematerial mehr zu Hause, aber Muße etwas zu lesen: also rein ins Buchgeschäft, die Klappentexte, die erste Seite angelesen und die Empfehlungen zur Kenntnis genommen. Unter anderem eine von Christine Westermann, der CoModeratorin von "Zimmer Frei" und der "Drehscheibe". Eine Person, die ich immer sehr sympathisch fand. Sie empfiehlt das Buch rundherum. Nun, nach der Lektüre des Buches, bin ich über ihr getrübtes Urteilsvermögen erstaunt. Das Buch ist nach meinem Dafürhalten eine einzige Ansammlung von Platitüden, Wiederholungen und insgesamt sehr seicht verfasst. Irgendwie sehr amerikanisch. Die zahlreichen Skurrilitäten (Protagonist verleiht mal eben seinen Spitzenklassewagen einem Donut-Verkäufer, oder er lässt seine Innenarchitektin das Haus runderneuern, obwohl es droht, in einer Bodenversenkung abzurutschen) sind an den Haaren herbeigezogen. Am meisten aber störte mich der Umstand, daß die einzelnen Charaktere zum Großteil gar nicht interagieren. Beispiel: da erzählt eine Frau bei einem Zusammentreffen von Ihrer Krebskrankheit, worauf geantwortet wird, daß ja noch Einkäufe zu erledigen seien. Ohne Worte! Wer nur um des Lesens willen lesen will, mag mit dem Buch gut bedient sein. Auch skurrile Charaktere treten zuhauf auf. Zusammenhänge aber oder so etwas wie einen Sinn wird man vergeblich suchen. Für mich war das Buch eine einzige ärgerliche Enttäuschung - und Christine Westermann ist mir nun auch etwas suspekt, aber das nur am Rande. Gute-Laune-Literatur ... aber etwas seicht. 3 von 5 PunktenA.M.Homes "This book will save your life" rettet sicherlich keine Leben, vielleicht aber den ein oder anderen unwirtlichen Wintertag. Vereinfacht gesagt geht es in diesem Buch um Menschen, die feststellen mit ihrem Leben auf dem Holzweg zu sein und erste vorsichtige Schritte unternehmen etwas daran zu ändern. Im Mittelpunkt steht Richard Novak, der online an den Börsen der Welt reich geworden ist und darüber verpaßt hat, dass das Leben an ihm vorbeizuziehen droht. Er geht nicht mehr vor die Tür, das Essen bringt seine Ernährungsberaterin und der Fitnesstrainer kommt auch zu ihm nach Hause. Mit seiner Exfrau und seinem Sohn hat er seit Jahren kaum noch Kontakt. Freunde hat er nicht und der letzte Sex ist Jahre her. Konfrontiert mit unerklärlichen Schmerzen und durch höhere Gewalt zum Verlassen seines Hauses gezwungen, tastet er sich zurück ins Leben. Er lernt allerlei ungewöhnliche Menschen kennen, hilft einer wildfremden Frau ihrer Ehe zu entfliehen, liefert sich auf dem Highway eine Verfolgungsjagd mit einem Kidnapper, sein Sohn kommt zu Besuch und die beiden nähern sich einander wieder an und schließlich findet sich Richard treibend im Pazifik vor Malibu wieder (wie es dazu kommt wird natürlich nicht verraten). Im Rückblick erscheint dieses sehr viel Handlung. Während des Lesens kam mir das Buch aber seltsam inhaltsarm vor. Die Handlung nimmt nur selten Tempo auf und wenn dann auch nur für wenige Seiten. Die Erzählung mäandert vor sich hin. Die Sprache ist zwar kurzweilig, aber man kann das Buch auch jederzeit aus der Hand legen, ohne eine Minute später noch einen Gedanken an das gerade Gelesene zu verlieren. Eine Stärke der Autorin liegt ohne Zweifel darin, dass die wesentlichen Personen des Buches eine wirkliche Personalität erlangen. Irgendwie sind alle auftretenden Personen mit ihren Schrullen auf ihre Art sympathisch. Hat man selber einmal in Kalifornien einige Zeit verbracht, so bietet das Buch auch einige Momente erkennenden Lächelns über die Absurditäten des california life styles und das Leben in LA im besonderen. Dennoch fehlt dem Buch das letzte Etwas, die überraschende Wendung. Die Entwicklungen sind zu vorhersehbar. Ein Buch von einer Optimistin geschrieben für unerschütterliche Optimisten mit der Message, dass am Ende noch immer alles gut ausgehen wird. Eine unterhaltsame wenn auch etwas seichte Lektüre. |
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Lunar Park. 12 CDs von Bret Easton EllisAudio CD von Argon Verlag GmbHPreis bei Amazon: EUR 5,93, Angebote ab EUR 4,88 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3870244399, Erscheinungsdatum: April 2006, Auflage: Ungekürzte Lesung. |
Aus der Amazon.de-RedaktionWie beginnt man einen guten Roman? Der 41-jährige US-amerikanische Autor Bret Easton Ellis hat es uns vorgemacht, ein ums andere Mal. ?Du siehst Dir verblüffend ähnlich? lautet so ein grandioser Anfangssatz, einleuchtend und verstörend zugleich. Zu lesen ist er in Lunar Park. Es ist ein Satz, ?der in seiner Kürze und Einfachheit eine Rückkehr zur Form, ein Echo auf die erste Zeile meines Debütromans Unter Null darstellen soll.? So erklärt es Bret Easton Ellis selbst, und zwar, ausgerechnet, in: Lunar Park, gleich im zweiten Satz. Und das ist dann fast noch verstörender als der Beginn. Lunar Park beginnt wie ein ?Best of? von früheren Romanen des Autors (American Psycho, Einfach unwiderstehlich) und eben wie das ?Best of? eines Romans, den Bret Easton Ellis noch gar nicht geschrieben hat: versetzt mit Erklärungen, die alle so tun, als hätte man es bei dem vorliegenden Werk mit einem Sachbuch zu tun, eine Art ?Making of? eines der bedeutendsten Autoren der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur, oder eben mit einer raffinierten Autobiografie. Von Liebesgeschichten des Helden und Ich-Erzählers Bret Easton Ellis ist da die Rede, von Exzessen und den Menschen, die dabei eine Rolle spielten, von einer unglücklichen Kindheit mit einem Übervater, von Heirat, Kindern, einer familiären Idylle. Aber genau dort bricht die Fiktion in Form eines Horrortrips ein in die vermeintliche Wirklichkeit. Spielzeug entwickelt ein rätselhaftes Eigenleben, Literatur-Fans erscheinen wie Figuren aus Literaturverfilmungen in der Provinz, Kinder verschwinden aus der Nachbarschaft, das eigene Heim verfällt. Oder spielt sich das Grauen lediglich in der Phantasie des Autors ab? Eigentlich weiß man das nie, und gerade dies macht die Faszination dieses eigenwilligen Buches aus. So ist Lunar Park ein phantastischer Roman geworden, der geschickt mit Dichtung und Wahrheit spielt -- und zwar so, dass man nirgends weiß, wo die Wahrheit anfängt und die Dichtung aufhört. Irgendwie liest sich das Buch so, als hätte Bret Easton Ellis Stephen Kings Shining in das Gebiet anspruchsvoller Literatur überführen wollen. Und das ist erstaunlich gut gelungen. --Stefan Kellerer Bret Easton Ellis im Interview In seinem Roman Lunar Park treibt Bret Easton Ellis die Form der Ich-Erzählung ins Extrem, indem er sich selbst zur Hauptfigur einer packenden Geschichte über einen zugedröhnten Schriftsteller macht, der versucht wieder mit seiner Frau und seinem Sohn in Kontakt zu kommen und seine kaputte Vergangenheit zu bewältigen. Aus dem Familienroman wird ein Horrorszenarium à la Stephen King, doch kann man das wirklich ernst nehmen? Ein großartiges Spiel um Schein und Sein, eine bizarre Selbstspiegelung. In unserem exklusiven Interview verrät der berühmte Autor mehr über die Entstehung des Romans, seinen Schreiballtag und seinen Musikgeschmack. Lesen Sie unser Interview mit Bret Easton Ellis. 5 Kundenrezensionen:Gute Nacht, Freunde... 1 von 5 PunktenDie bisherigen Bücher von Ellis habe ich allesamt gerne gelesen. Sogar das etwas arg breit gewälzte Glamorama. Aber Lunar Park bis zum "bitteren" Ende zu lesen hat mir viel abverlangt. Dabei fängt die Geschichte gar nicht mal schlecht an. Ein Schriftsteller namens Bret Easton Ellis berichtet von seinem absurden Dasein als Autor eines neuen Genres, das er mit seinen Werken wie Unter Null und American Psycho geschaffen hat. Er und seine Kollegen, das von ihm genannte "Bret-Pack", lassen nichts aus und ich habe vergnüglich den Querverweisen und Anspielungen gelauscht. Nach dem ersten Drittel kippt die Geschichte dann und der fiktive Ellis beendet die Reise in die Vergangenheit und wechselt in die Gegenwart. Ab hier passiert eigentlich nichts mehr. Irgendwie geht irgendwas in seinem Haus und in seinem Leben vor. Möglicherweise übernatürlich, möglicherweise nicht. Das Ganze klärt sich eigentlich auch nie auf. Die einzelnen Ansätze werden nie konsequent verfolgt und ein paar Hundert Seiten plätschern belanglos an einem vorbei. Die Beschreibungen seines Familienlebens könnte man auf 20 Seiten zusammenfassen, ohne großartig eine Entwicklung zu vernachlässigen. Besonders schlimm wird es immer, wenn Ellis sich schriftstellerisch in der Geschichte mit den übernatürlichen Aspekten versucht. Grusel und Spannung entstehen sowieso nicht. Und lustig ist es auch nicht. Einige Rezensoren versuchen hier trotz allem den Zugang zu dem Werk zu schaffen. Man müsse es im Kontext des Gesamtwerkes sehen und dann soll ein solches Werk sogar zwingend sein. Die kritische Betrachtung des eigenen Werkes und so weiter und so fort. Wenn man Literaturwissenschaft studiert, mag das unter Umständen interessant sein. Als normaler Leser kann ich nur sagen: eines der langweiligsten und belanglosesten Bücher, die ich je gelesen habe. Möge Ellis sich bitte wieder seiner selbst besinnnen. Erfüllt die Erwartungen. 3 von 5 PunktenJeder, der sich mit BEE auseinandergesetzt hat, stellt einen gewissen Anspruch an Sprache, Struktur und Zeitgeistkritik. Lunar Park fängt sehr irritierend ? fast genial ?an, flacht dann ab und kommt gegen Ende ? auf ziemlich abgedrehte, weil horrormäßige Weise ? wieder auf Touren. Der Spannungsbogen verleitet dazu immer weiter lesen zu wollen, so dass man das Buch ? selbst wenn es inhaltlich wahrlich nicht ganz so stark ist ? nicht mehr aus der Hand zu legen. Ich bin keineswegs enttäuscht, aber umgehauen hat mich Lunar Park nicht! Weggeschmissen . . . 3 von 5 Punkten. . . hab ich mich teilweise vor Lachen (sicherlich sollte das Buch nicht komisch sein). Ganz jungfräulich nahm ich mir Lunar Park vor und war sehr überrascht über die Geschichte. Hin und wieder kam mir dann doch der Gedanke: Bret laß die Finger von dem Zeug. Aber ich hab das Buch brav zu Ende gelesen und mich immer wieder gefragt wie verrückt muß man für so ein Buch sein. Die Antwort: Ich weiß es nicht! Monster Plüschtiere, rosa Häuser, Hollywoodschauspielerinen-Ehefrauen, Junkie-Autoren auf Entzug und wiederverwertete Protagonisten. Nun ja, ich fand's, sagen wir mal so: SCHRÄG!. Anfangs gut, aber dann.... 3 von 5 PunktenB.E.E hat mit diesem Buch viele seiner Stammleser ein bisschen vor den Kopf gestoßen. Zum einen erwarteten die einen sicherlich wieder ein "Monster" a la American Psycho oder Glamorama, aber dieses Buch ist so anders als die vorangegangenen. Es fängt wie eine Autobiographie an, in der der Autor über seine bisherigen Romane und deren Entstehungsgeschichte schreibt. Dies ist m. E. sehr interessant, auch wenn einige Teile seiner Pseudoautobiographie erlogen sind. Er spielt also mit seinem Ruf und dem eigentlich eng begrenzten Genre. Im 2. Teil des Buches jedoch zunehmend von seinen eigenen Ängsten verfolgt, Patrick Bateman (der Protagonist aus American Psycho) scheint Gestalt anzunehmen und die Tochter wird vom Kuscheltier angegriffen. Was hier sich eigentlich als Chance auf eine Reminiszenz eigener Romane bietet, versinkt in Langeweile. Stephen King soll laut Autor eine besondere Inspiration im Jugendalter gewesen sein. Der Horror/Grusel, der sich dann in Lunar Park bietet ist nachher nur noch langweilig und aufgesetzt. Sicherlich gibt es immer mal wieder einige wenige interessante Passagen (z. B. Ellis' Beschreibung der Eliteschulen und ihr Umgang mit Schulmassakern!), diese sind aber viel zu selten und das Buch insgesamt zu brav. Spannend und doch uninteressant... 2 von 5 PunktenDas eigentlich Erstaunliche ist, dass der Autor es verstanden hat, das Buch an vielen Stellen sehr spannend zu gestalten, obwohl mich die Handlung an sich nur marginal interessiert hat. Auch wenn es sich nicht um eine Autobiografie handelt, oft störte mich einfach, dass der Protagonist sich selbst zu wichtig nimmt. Natürlich ist es möglich, dass dies auch beabsichtigt war, mich hat es aber genervt. (Ich habe die englische Version gelesen, das sollte aber keinen Einfluss auf meine Rezension haben) |
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Acid House. von Irvine Welsh, Clara Drechsler, Harald HellmannTaschenbuch von DtvAngebote ab EUR 12,99 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3423206012, Erscheinungsdatum: 2003 |
Aus der Amazon.de-Redaktion"Der blöde Sack von Nietzsche lag voll daneben, als er gesagt hat, ich wär tot. Ich bin nicht tot, mir geht bloß alles am Arsch vorbei. Ich bin doch nicht dazu da, jedes Problemchen von auch Fotzen zu lösen." Also spricht Gott in einer von Irvine Welshs neuen Kurzgeschichten. Und recht hat er: Warum eigentlich sollte er anders sein als der egoistische Loser Boab Coyle? Postwendend fliegt der aus der Fußballmanschaft, dann aus dem Elternhaus, verliert Job und Freundin, wird zuguterletzt in eine Schmeißfliege verwandelt. Und weil Boab es als Insekt sich nicht nehmen läßt, die Eltern beim Dildo-Sex zu stören, läßt er sein Leben schließlich unter einer zusammengerollten Ausgabe der Evening Post. So geht das in diesen zwölf herzerfrischend respektlosen Geschichten: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Es trifft die absolut Gottverlassenen, die Säufer, Drogenfreaks, Fußballprolls, Kreuzfahrtwitwer und sonstwie Einsame. Das Leben ist grausam, im Leid sind alle gleich. Auch Spießer und Glamour-Girls wollen halt einfach nur ein bißchen mehr vom Glück: Der Mann, der auf einer Kreuzfahrt den Tod seiner Frau vergessen will, schreit beim Sex mit der erstbesten Bekanntschaft blöderweise den Namen der Verblichenen heraus. Und Madonna, Victoria (Principal), Kim (Basinger) und Kylie (Minogue), die an einem leeren Pool unter der Sonne Kaliforniens Prollmagazine lesen, wünschen sich nichts sehnlicher als Ferien auf den Geschlechtsteilen englischer Möbelpacker. Sex, Bier, Fußball, Mundgeruch (ohne Außnahme: die Queen Mum!) und - Metaphysik. Immer wieder passiert bei Welsh das Unmögliche. Wie fühlt sich das an, nach einem Ecstasy-Trip neu auf die Welt zu kommen? Einen Vorgeschmack auf die unheimliche Allianz von Säuglingen und Drogen hat uns Welsh in Trainspotting gegeben. Alles weitere erfahren Sie hier! -Nikolaus Stemmer 5 Kundenrezensionen:strange! 5 von 5 Punktenabsolut verrückt, etwas für liebhaber (zb von trainspotting) und mit schrägem humor. viele kleine grässlich witzige episoden! must -have!! God Save The Welsh! 5 von 5 PunktenAbsolut geil, nicht alle Geschichten, aber die meisten. Man fängt an zu lesen und will nicht mehr aufhören, wünscht sich ein Buch mit vielen 1000 Seiten. Die Geschichte mit dem Typen, der vom Blitz getroffen wird, ist nicht sonderlich gut, aber das meiste wie gesagt schon. Wo bitte ist der Typ, der Welsh auch nur annähernd erreichen kann? Vielleicht Andre Pilz mit "Weine nicht, mein Schatz", aber sonst ... Schade, dass ich mit dem Buch schon durch bin. Schade, dass es nicht mehr von diesem Stoff gibt. kaputte und gepeinigte Menschen - die Realität. 5 von 5 PunktenJeder hat mal einen schlechten Tag. Dabei heilt die Zeit alle Wunden. Doch wer sich wirklich richtig elend fühlt, sollte einen Blick in dieses Buch werfen. Sie/Er wird merken, dass es anderen Menschen durchaus schlechter geht und dankbar für die eigene Lage sein. Irvine Welsh schreibt wie so oft, als ob er Menschen filmen würde, und die Kamera später nur die Wörter zeigt, die das soeben aufgenommene beschreiben. Mitten aus Englands und Schottlands Arbeiter- bzw. Niemals-Arbeiter-Milieus greift er sich seine Schicksalsopfer und bestimmt u.a. Gott als Schuldigen für ihre misslichen Lagen. Welsh geht hierbei auch auf den Tod ein, den er aber als angenehm nebensächlich dastehen lässt. Alles in allem sowohl eine höchst semiabsurde und unterhaltsame Geschichtensammlung, als auch das beste Hausmittel gegen die eigene Depression. Sehr zu empfehlen. Der Film ist schon top.. 5 von 5 Punkten..und das Buch bietet aber noch ein paar unverfilmbare Episoden. Der Unterhaltungswert dises Buches liegt bei 100. Dies ist Welsh's Masterpiece. Wer sich über irgendwas Gedanken macht, sollte sich diseser Gehirnwäsche unterziehen! Danke! Sie verdienen den Nobelpreis, Herr Welsh! Innovativ 4 von 5 PunktenIch mag Irvine Welsh. In diesem Buch sind mehrere Kurzgeschichten enthalten, welche sehr grotesk sind. Ziemlich innovativ, das war der positive Aspekt. Es war wirklich unterhaltsam Madonna und Kylie Minouge über "geile Ärsche" reden zu hören oder von einem Mann zu lesen, welcher von Gott in eine Fliege verwandelt wird. Der negative Punkt an Buch ist folgender: Das Buch ist in extremen schottischen Dialekt / Slang geschrieben. Deswegen glaube ich, dass es nur für einen Schotten zu 100 Prozent unterhaltsam ist. Denn die Übersetzung ist stellenweise seltsam, niemand redet in Deutschland / Österreich / Schweiz so, wie es die Protagonisten in Welshs Büchern tun. Ansonsten: LESEN! |
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Klebstoff: Roman von Irvine WelshTaschenbuch von Deutscher Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 12,95, Angebote ab EUR 2,00 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3423207256, Erscheinungsdatum: Juli 2004 |
Aus der Amazon.de-RedaktionJa, es ist richtig: die vier Freunde Billy Birrell, Carl Ewart, Terry Lawson und Andrew Galloway kleben zusammen wie Pech und Schwefel. Gemeinsam in den Sozialwohnungen im Hochhausbezirk des Arbeiterviertels Schemes in Edinburgh aufgewachsen, verlieren sie diesen Zusammenhalt auch dann nicht, als sie schon lange auseinander gegangen sind und sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise entwickelt haben: Birrell zum geschäftstüchtigen Boxer, Ewart zum sensiblen Feigling, Terry zum arbeitsscheuen Sexmonster und Andrew ("Gally") zum Mann, der einem vom übermächtigen Vater bestimmten, selbstzerstörerischen Ehrenkodex frönt. Gally muss deshalb nach einer Schlägerei im Umfeld eines Fußballspiels ins Gefängnis und verliert seine Familie. Aber es ist nicht Klebstoff, der die vier Freunde auch nach ihrer gemeinsamen Jugend in Schemes zusammenhält. Es sind Drogen und Alkohol, Gewalt und Fußball, Sex und Musik -- und der Wunsch, die hoffnungslose Zeit im Arbeiterbezirk hinter sich zu lassen. Dass dies nicht so echt gelingen will, und dass die Situation schließlich doch noch unangenehm in einer explosiven Mischung aus Neid, Eifersucht und Rache eskaliert, dafür sorgt der Meisterautor der Rave-Generation Irvine Welsh (Trainspotting) in seinem vierten Roman. Dabei zeigt sich: Auch wenn die Namen der Drogen und Musikrichtungen durch die jeweils aus Sicht der Freunde beschriebenen Jahrzehnte wechseln -- auf die Trostlosigkeit des Lebens im proletarisch industrialisierten Großbritannien bleibt doch erschreckend gleich. --Isa Gerck 5 Kundenrezensionen:Kommt nicht an Porno heran 2 von 5 PunktenNachdem ich Porno fasziniert verschlungen habe, dachte ich dieses Buch könne mich ebenfalls begeistern. Leider war Klebstoff für mich eine Enttäuschung. Die Geschichte zieht sich endlos und eine richtige Handlung kristallisierte sich für mich nicht heraus, so dass ich nach der Hälfte aufgegeben habe. Irre und gut ! 5 von 5 PunktenSpätestens seit "Trainspotting" wissen wir es - Irvine Welsh schreibt keine Bücher, um Botschaften zu verbreiten, er ist keiner, der sich in Milieus reinrecherchiert, um mit mahnendem Finger auf gesellschaftspolitische Themen zu verweisen. Irvine Welsh ist extrem, so wie er kann nur jemand schreiben, der den Alltag genau kennt. Die Protagonisten seines Romans "Klebstoff" Terry, Bill, Andy und Carl sind wie nahe zu alle Welshen Figuren in einer asozialen Edinburgher Vorstadt aufgewachsen sind. Eine Welt, in der Gewalt, Perspektivlosigkeit und Drogen regieren, in der jede Form von Schwäche unnachgiebig bestraft wird. Vier Dekaden lang verfolgt der Roman die tragische, gelegentlich amüsante, oft bewegende Geschichte der vier Helden, ihrer Saufkumpane und Familien. Terry, der Dauergeile, der seit einem Job als Mineralwasserlieferant nie wieder ehrlich gearbeitet hat, aber auch als fetter Dreißigjähriger noch immer erfolgreich die Weiber aufreißt. Billy, der emotionsarme Boxer, der sich von der Mafia kaufen lässt. Andy, der tragische Chaot, der dem AIDS-Tod zuvorzukommen versucht. Und Carl, der ruhige Schöngeist, der als Discjockey internationale Karriere macht. Verpfeife niemals weder Freund noch Feind, schlage keine Frauen, stehe stets zu Deinen Freunden, kauf' dir jede Woche 'ne neue Platte - so die wichtigsten Gebote des Ehrenkodex der Edinburgher Beinahe-Slums, nach dem die Vier in "Klebstoff" zu leben versuchen. Aus wechselnden Perspektiven erzählt Welsh im breitesten Slang seiner Protagonisten vom Schattendasein zwischen Pub, Maloche, Droge, Diebstahl, Sex und Männerfreundschaft. Alle vier häufen Schicksalsschläge an, werden betrogen, betrügen selbst, werden beraubt und berauben selbst, wenn sie nicht gerade saufen oder Pillen einschmeißen. "Klebstoff" spannt einen Bogen von den 70ern bis in das neue Jahrtausend - von Punk zu Techno, von Speed zu Ecstasy - Irvine Welsh in Höchstform: Seine Sprache flüstert, schreit, heult, kreischt, spielt, gestikuliert. Wenn seine Figuren Luftgitarre spielen, machen es seine Worte ebenfalls. Kopfschütteln, Küssen, Prügeln, Fluchen, Saufen, Sex - bei Welsh kommt der Leser ebenfalls zum Höhepunkt. Nicht sein Meisterwerk, aber sehr gut! 4 von 5 PunktenWer Welsh schätzt, der wird auch diese Geschichte über Freundschaft, Erwachsenwerden und die damit verbundenen Tücken lieben, denn es ist mit Querverweisen und Personen seiner Werke gespickt und stilistisch näher an Trainspotting als an Dreckssau. An den Klassiker Trainspotting kommt es leider nicht heran, dafür wirkt das Ende zu konstruiert und aufgesetzt, auch wenn man an einigen Stellen herzhaft lachen muss. Ein großer Pluspunkt ist der Charakter Juice Terry, der ebenso kultig ist, wie Francis Bagbie (auch in einem Cameoauftritt zu bewundern). Insgesamt bestimmt nicht Welsh?s größtes Werk, aber eine nette Bereicherung seines Universums. In den Literaturolymp der 4 von 5 Punktendurchgeknallten Autoren gehören Irvine Welsh, André Pilz und Charles Bukowski!! "Klebstoff" ist gut, aber nicht so stark wie "Trainspotting". Ich fürchte, dieses Buch wird der Autor nie mehr toppen können!! Einen Stern Abzug gibts für das Ende, irgendwann war einfach genug, da war die Luft draußen. Ansonsten: Wer auf Coelho steht, soll Coelho kaufen. Wer Bukowski oder Pilz liebt, MUSS auch "Klebstoff" haben. Auf jeden Fall!!! Die Rückseite der Medallie 5 von 5 PunktenWelsh schreibt ehrlich. Besser als "Trainspotting" geht es wahrscheinlich leider nicht, aber "Klebstoff" hat mich erneut auf den schottischen Trichter gebracht. Es geht zwar nicht um die Charaktere aus "Trainspotting" (sie kommen zwar vor, aber die Protagonisten sind andere) aber die neuen Charaktere sind ebenso liebevoll ausgearbeitet und sind ebenso anziehend wie die altbekannten. Ebenso wie in "Trainspotting" zieht sich der rote Faden durch die Leben der Freunde und reisst sie entweder auseinander oder schweisst sie noch enger zusammen. Was die Kumpels aus Edinburgh zusammen erleben und was sie vielleicht nur denken zu erleben zeigt unverblümt die Rückseite der Medallie. Meiner Meinung nach ist "Klebstoff" noch besser als "Porno", die inoffizielle Fortsetzung von "Trainspotting". Unbedingt lesen, wenn man nicht auf Kitsch steht sondern auf soziale Dramen, die so geschrieben sind, wie es ist - dreckig. |
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Das Wunder von Castel di Sangro: Ein italienisches Fußballmärchen von Joe McGinnisBroschiert von Kiepenheuer & WitschPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 1,65 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 346203958X, Erscheinungsdatum: Sept. 2007 |
3 Kundenrezensionen:Eines der besten Fußballbücher, die es gibt! 5 von 5 PunktenCastel di Sangro ist ein kleiner Ort (unter 6000 Einwohner) in den Abruzzen. Der örtliche Fußballclub A. S. D., der 2005 neu gegründet wurde, spielte 1996 in der Serie B, der zweiten Profiliga Italiens. Eine Sensation für diesen Verein, für diesen Ort. Joe Mc Ginnis, seines Zeichen Amerikaner und daher schon von Natur aus kein eigentlicher Fußballfan, verliebt sich 1994 zur Weltmeisterschaft in USA in den Soccer. Durch eine Freundschaft zu dem ehemaligen US-Nationalspieler Alexis Lala, der in Italien Fußball spielte, knüpft er erste zarte Bande zum italienischen Fußball. Diese werden so stark, dass er den Fußballclub aus Castel di Sangro in der Saison 96/97 durchgängig begleitet, um eine Story darüber zu schreiben. Seine Arbeit war nicht unbedingt einfach, er war nicht grundsätzlich willkommen, wurde aber auch so etwas wie ein lieb gewonnener Betreuer. Unter anderem deswegen wird diese wahre Geschichte zu einer spannenden, aufregenden und unterhaltsamen Reise durch eine Spielzeit des schon besonderen Fußballclubs. Folgende Dinge braucht es, um dieses Buch zu lieben. Eine Vorliebe für Fußball, Italien und die dort besonderen Eigenarten bis hin zu Mafia-Storys. Ist das gegeben, liegt man mit diesem Buch genau richtig. Für alle, die Italien und den "Calcio" lieben... 5 von 5 PunktenWem "Fever Pitch" von Nick Hornby und "Eine Saison mit Verona" von Tim Parks gefallen hat, dem wird "Das Wunder von Castel di Sangro" sicher großes Vergnügen bereiten. Und dies nicht nur dem Freund von Literatur, die sich mit Fußball befasst. Erschienen bereits vor rund 10 Jahren, war es mir als Geheimtipp genannt worden. Autor Joe McGinniss, US-Amerikaner, der als "Soccer"-Fan im eigenen Land eher einer Randsportart zugeneigt ist, verbringt ein Jahr im "calcio"-verrückten Italien, genauer, im Abruzzenstädtchen Castel di Sangro, um über das "Wunder" zu schreiben - den Aufstieg des örtlichen Fußballclubs in die "Serie B", Italiens zweiter Liga, und die Erfahrungen der Aufstiegshelden in der ersten Saison in dieser neuen Klasse. Er teilt nicht nur Freud und Leid des krassen Außenseiters im "Unterhaus" der italienischen Elteklasse im Kräftemessen mit Turin, Genua, Venedig oder Lecce. Man lernt dabei viel über den italienischen Fußball. McGinniss gelingt darüber hinaus ein von viel Sympathie geprägter Blick auf die Eigenheiten der Menschen in dieser unwirtlichen Bergregion. Und natürlich auch auf die(süd)italienische Gesellschaft, inklusive deren dunkle Seiten, wie etwa Korruption und organisiertes Verbrechen. Diese sind denn auch dafür verantwortlich, dass das absehbare "Happy End" auf den letzten Seiten dann überraschend doch nicht stattfindet. Das Ganze liest sich zwar wie ein Roman (Untertitel: Ein italienisches Fußballmärchen), dürfte aber in weiten Teilen auf Tatsachen beruhen, wie es das Nachwort plausibel macht. Ein Blick in die Chronologie des italienischen Fußballs weist Castel di Sangro denn auch als Teilnehmer der Serie B in den Jahren 1996/97 und 1997/98 aus. Ein wunderbares Buch, nicht nur für Fußballfans oder als Lektüre für einen Italien-Urlaub! 4 Sterne :-) 4 von 5 PunktenWer Italien mag und den Fußball liebt ist >>> "Das Wunder von Castel di Sangro" genau das Richtige ;-) |
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ICONS, Pin-Ups von Harald HellmannTaschenbuch von Taschen VerlagPreis bei Amazon: EUR 21,71, Angebote ab EUR 4,92 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3822855677, Erscheinungsdatum: Februar 2001, Auflage: 5 |
2 Kundenrezensionen:Die Bibel für PinUp-Fans 5 von 5 PunktenMan muss es einfach sagen, dieses umfangreiche Werk ist für den Fan der PinUp-Kunst ein absolutes Musswerk. Es bietet einen wirklich großartigen Überblick über diese Kunstrichtung und ist in etwa so etwas wie die Bibel auf diesem Fachbereich. Um dieses Buch kommt man als Fan nicht herum! man(n) mag es kaum glauben... 5 von 5 Punkten...das dieses buch nur noch schwer kriegen ist(wie immer bei taschen).aber die bücher sind eine klasse für sich .welch ein unterschied zu heute...dass dieser zeichenstil wieder angesagt ist,ist wirklich ein jammer.werden sie doch den charme der originale nie erreichen... |
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1000 Pin-Up Girls von Harald HellmannGebundene Ausgabe von Taschen VerlagPreis bei Amazon: EUR 48,46, Angebote ab EUR 24,25 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3822820946, Erscheinungsdatum: Sept. 2002, Auflage: illustrated edition |
2 Kundenrezensionen:Die Bibel für PinUp-Fans 5 von 5 PunktenMan muss es einfach sagen, dieses umfangreiche Werk ist für den Fan der PinUp-Kunst ein absolutes Musswerk. Es bietet einen wirklich großartigen Überblick über diese Kunstrichtung und ist in etwa so etwas wie die Bibel auf diesem Fachbereich. Um dieses Buch kommt man als Fan nicht herum! man(n) mag es kaum glauben... 5 von 5 Punkten...das dieses buch nur noch schwer kriegen ist(wie immer bei taschen).aber die bücher sind eine klasse für sich .welch ein unterschied zu heute...dass dieser zeichenstil wieder angesagt ist,ist wirklich ein jammer.werden sie doch den charme der originale nie erreichen... |
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In seinem Roman Lunar Park treibt Bret Easton Ellis die Form der Ich-Erzählung ins Extrem, indem er sich selbst zur Hauptfigur einer packenden Geschichte über einen zugedröhnten Schriftsteller macht, der versucht wieder mit seiner Frau und seinem Sohn in Kontakt zu kommen und seine kaputte Vergangenheit zu bewältigen. Aus dem Familienroman wird ein Horrorszenarium à la Stephen King, doch kann man das wirklich ernst nehmen? Ein großartiges Spiel um Schein und Sein, eine bizarre Selbstspiegelung. In unserem exklusiven Interview verrät der berühmte Autor mehr über die Entstehung des Romans, seinen Schreiballtag und seinen Musikgeschmack.

