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Der Begriff „Döner-Morde“, die Bezeichnung für die zehn Morde der neonazistischen Zwickauer Terrorzelle, ist zum Unwort des Jahres 2011 gekürt worden. Das Wort sei verharmlosend und diskriminiere die Opfer sowie ganze Bevölkerungsgruppen, die wegen ihrer Herkunft auf ein Imbissgericht reduziert würden. 269-mal war das Wort als Vorschlag eingereicht worden. Insgesamt wurden 923 unterschiedliche Wörter eingesandt. Die 2420 Einsendungen waren die meisten seit Bestehen der Aktion. Als „Döner-Morde“ wurde von Medien und der Polizei die Mordserie an neun Kleinunternehmern mit Migrationshintergrund zwischen 2000 und 2006 bezeichnet. Der Begriff wurde dadurch geprägt, dass zwei von ihnen Döner verkauft hatten. Die Jury hatte den Mord an einer Polizistin mitgezählt. Die 22-Jährige machte im April 2007 mit einem Kollegen im Dienstwagen eine Mittagspause, als zwei der Terroristen an das Fahrzeug traten und das Feuer eröffneten. Die Polizistin starb, er überlebte lebensgefährlich verletzt. Vermutlich wollten die Täter die Dienstwaffen der beiden erbeuten. Auf Platz zwei und drei folgten in diesem Jahr die Wörter „Gutmensch“ und „Marktkonforme Demokratie“. Das ethische Ideal des „guten Menschen“ werde auf hämische Weise benutzt, „um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“, so die Pressemitteilung. Zwar werde der Begriff schon seit 20 Jahren gerügt, 2011 sei er jedoch „in unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Kontexten einflussreich geworden“. Die „marktkonforme Demokratie“ wurde von Angela Merkel geprägt. Es sei „eine unzulässige Relativierung“ der Demokratie als Norm, die mit Konformität unvereinbar sei. Zum Wort des Jahres 2011 wurde „Stresstest“ gewählt. Börsen-Unwort des Jahres ist „Euro-Gipfel“. In der Schweiz gewann „Technologieverbot“ den Negativpreis Unwort 2011. Seit 1991 wählt eine Jury aus Sprachwissenschaftlern das Unwort des Jahres aus.
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„Döner-Morde“ ist Unwort 2011
17.01.2012
Der Begriff „Döner-Morde“, die Bezeichnung für die zehn Morde der neonazistischen Zwickauer Terrorzelle, ist zum Unwort des Jahres 2011 gekürt worden. Das Wort sei verharmlosend und diskriminiere die Opfer sowie ganze Bevölkerungsgruppen, die wegen ihrer Herkunft auf ein Imbissgericht reduziert würden. 269-mal war das Wort als Vorschlag eingereicht worden. Insgesamt wurden 923 unterschiedliche Wörter eingesandt. Die 2420 Einsendungen waren die meisten seit Bestehen der Aktion. Als „Döner-Morde“ wurde von Medien und der Polizei die Mordserie an neun Kleinunternehmern mit Migrationshintergrund zwischen 2000 und 2006 bezeichnet. Der Begriff wurde dadurch geprägt, dass zwei von ihnen Döner verkauft hatten. Die Jury hatte den Mord an einer Polizistin mitgezählt. Die 22-Jährige machte im April 2007 mit einem Kollegen im Dienstwagen eine Mittagspause, als zwei der Terroristen an das Fahrzeug traten und das Feuer eröffneten. Die Polizistin starb, er überlebte lebensgefährlich verletzt. Vermutlich wollten die Täter die Dienstwaffen der beiden erbeuten. Auf Platz zwei und drei folgten in diesem Jahr die Wörter „Gutmensch“ und „Marktkonforme Demokratie“. Das ethische Ideal des „guten Menschen“ werde auf hämische Weise benutzt, „um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“, so die Pressemitteilung. Zwar werde der Begriff schon seit 20 Jahren gerügt, 2011 sei er jedoch „in unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Kontexten einflussreich geworden“. Die „marktkonforme Demokratie“ wurde von Angela Merkel geprägt. Es sei „eine unzulässige Relativierung“ der Demokratie als Norm, die mit Konformität unvereinbar sei. Zum Wort des Jahres 2011 wurde „Stresstest“ gewählt. Börsen-Unwort des Jahres ist „Euro-Gipfel“. In der Schweiz gewann „Technologieverbot“ den Negativpreis Unwort 2011. Seit 1991 wählt eine Jury aus Sprachwissenschaftlern das Unwort des Jahres aus.
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